Die Projektziele werden in sieben aufeinander abgestimmten Arbeitsfeldern verfolgt:
Die Didaktischen Innovationsabore (DiLabe) (DiLab-Klassenzimmer und miniDiLab) sind in der ersten Förderphase zu sichtbaren Identifikationsorten für das Lehramt an der Universität Passau geworden. In der zweiten Förderphase bieten die DiLabs Raum für Weiterentwicklungen bereits etablierter Kooperationsformate und Arbeitsstrukturen. So werden z. B. Kooperationen zwischen universitären Lehrenden, Studierenden und schulischen Lehrkräften strukturell unterstützt, und auch das Lehrkolleg wird inhaltlich erweitert und noch stärker zielgruppenspezifisch angepasst. Das Team der ZLF-Abteilung Didaktische Innovation (DidInn) unterstützt alle Arbeitsfelder bei der Erarbeitung einer Open Educational Resource (OER) und aller im Projekt entstehenden Medienprodukte.
Ein Fächerverbund aus Mediensemiotik, Medienpädagogik, Entwicklungs-/Medienpsychologie und Informatikdidaktik entwickelt Präsenzlehrformate, in denen grundlegendes Wissen und Kompetenzen zur kritischen Reflexion, Nutzung und Produktion digitaler Medien vermittelt werden (IML-Basic). In Zusammenarbeit mit Studierenden werden zudem OER-Bausteine erarbeitet, um unterschiedliche Formate des Lehrens und Lernens vom Selbststudium bis zu modulartiger Nutzung der Ressourcen im Rahmen von Präsenzlehre oder Blended Learning-Formaten zu ermöglichen. Hierdurch soll allen Lehramtsstudierenden Zugang zu Lerngelegenheiten zum Erwerb grundlegender digitalisierungsbezogener Kompetenzen ermöglicht werden. Begleitend entstehen in Zusammenarbeit mit Lehrkräften Bausteine für die schulische Medienbildung.
Die zwölf beteiligten Fächer entwickeln Lehrformate mit dem Doppelziel der Fachvermittlung und Förderung von Kompetenzen im Bereich des Lehrens und Lernens mit und über digitale Medien, die praktisch erprobt, evaluiert und implementiert werden. Die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen sind je nach Fach und nach Fachgruppen unterschiedlich, die fachwissenschaftliche und/oder fachdidaktische sowie die medienbildungsbezogene Perspektive sind jedoch stets de-fragmentierend verschränkt.
Im Rahmen von Schulungen zur Lehrevaluation mit Fokus auf Lernprozessevaluation werden Verfahren der semesterbegleitenden Kompetenzentwicklungsevaluation (z. B. Vortest-Nachtest-Verfahren mit kompetenzorientierten Aufgaben) gemeinsam mit den Lehrenden entwickelt, erprobt und evaluiert. Die an den geplanten Lehrprojekten Beteiligten, interessierte weitere Lehrende und fakultativ die Professorinnen und Professoren erlernen und erproben entsprechende Verfahren in spezifisch dafür entwickelten Sitzungen des Lehrkollegs und setzen sie dann selbstständig in der eigenen Lehre ein.
Es werden lehrplankonforme, fachbezogene Unterrichtsbausteine entwickelt und publiziert, die technologische, mediendidaktische, fachliche und (fach-)didaktische Perspektiven in konkrete Unterrichtsszenarien integrieren. Die Bausteine basieren auf einer lehr-lern-theoretischen Einordung und Reflexion, was wiederum den Transfer auf andere Unterrichtsfächer und -situationen unterstützt. Die Testung der Bausteine erfolgt durch Kooperationen im Rahmen von Schulpraktika, Studienseminaren und Lehrerfortbildungen. Zusätzlich bilden sie die Grundlage für Lehrerfortbildungen im unten dargestellten Kooperationsprojekts.
In Zusammenarbeit mit den Schulen werden Bedürfnisse der jeweiligen Partner-, Projekt- und Begleitschulen im Bereich der Lehre mit und über Medien im Unterricht individuell erhoben. Passgenau werden Angebote zur Fort- und Weiterbildung gemacht, die universitär entwickelte Konzepte in der schulischen Praxis erproben. Die Veränderungen an den teilnehmenden Schulen werden dabei durch Begleitforschung evaluiert. Die im Zuge des Projekts entstehenden Unterrichtsbausteine liefern dabei die Grundlage für schulinterne Fortbildungsveranstaltungen (z. B. Workshops, kollegiale Unterrichtshospitationen, themenbezogene Konferenzen, Evaluation des eigenen Unterrichts mit evidenzbasierten Methoden der Unterrichtsdiagnostik). Sie werden durch fachspezifische Lehrerfortbildungsveranstaltungen einiger am Projektbeteiligter Fächer bzw. Fachgruppen (Anglistik/Amerikanistik, Religionspädagogik und -didaktik, Germanistik, Geschichtsdidaktik) ergänzt.
Die einzelnen Arbeitsfelder werden über die gesamte Projektlaufzeit von einer Fachstelle für Qualitätsentwicklung (FS QE) sowie dem Projektmanagement darin unterstützt, die im Projekt entwickelten Produkte und Prozesse nachhaltig an der Universität Passau zu verankern und so eine langfristige Weiterentwicklung des Lehramtsstudiums zu gewährleisten.